Die Ausstellung ist bis Sonntag, 21. März 2027, sonntags 15-18 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.
Gehen in der Natur ist für mich poetische Praxis, künstlerische Intervention in der Gegenwart und Weigerung, stillzustehen; als Stolpern auf den Spuren des eigenen und der anderen, bereit sein, sich zu verlaufen, nur um den Weg wiederzufinden.
In der Übung des völlig ansatzlosen Gehens in der Natur, möchte ich mir selber näherkommen, fern von allen Ablenkungen. Einfach die Chance haben, bei mir zu sein, um meiner Seele zu signalisieren: Ich nehme mir Zeit für mich.
Auch Thomas Bernhard betrachtete das Gehen nie bloß als Fortbewegung, sondern als eine Denkform. Schritt für Schritt entfaltet sich ein innerer Monolog, der sich an der Bewegung entzündet, sich steigert, ins Stocken gerät und wieder neu ansetzt. Spazieren bedeutet bei ihm, sich der Welt auszusetzen und sich zugleich von ihr zu entfernen. Es ist ein rhythmischer Prozess zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.
Durch diese Praxis begegnen mir Objekte, die ich sonst vermutlich nicht entdecken würde, ein mir Entgegenkommen im reinsten Sinn. Es entstehen daraus Unikate auf handgefertigtem Schwarzglas, Bilder meiner Seele.
















































